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Grundsätzliches und Hilfreiches



Für alle Laubsägearbeiten muss die Vorlage auf das Holz übertragen werden.

1. Bügelvorlagen

Früher waren diese speziellen Bügelvorlagen weit verbreitet und in den verschiedensten Formen im Papierwarengeschäft erhältlich. Sie bestanden aus dünnem Papier, auf das mit einem speziellen Druckverfahren die Figuren seitenverkehrt aufgebracht waren. Man konnte derartige Bügelvorlagen bis zu fünfmal aufbügeln. Danach blieben die Vorlagen mit untergelegtem Kohlepapier zum weiteren Durchpausen verwendbar.
Viele alte traditionelle Vorlagen sind nur in dieser Vorlagenform erhältlich.

Vorteile: Das Übertragen geht sehr schnell. Es können keine Fehler gemacht werden.
Nachteile: Bedingt durch das Druckverfahren sind sehr feine Linien nicht möglich.

2. Bügelstift

Mit sogenannten Bügelstiften kann man die Vorlage nachziehen und dann mit dem Bügeleisen übertragen. Dabei muß man beachten: Zieht man die Konturen auf dem Original nach, wird alles seitenverkehrt. Muss man seitenrichtig übertragen, wird die Vorlage gegen eine Fensterscheibe gehalten und die Rückseite nachgezogen

Vorteile: Einfache Handhabung.
Nachteile: Alles muss nachgezeichnet werden.

3. Durchpausen mit Kohlepapier

Diese Verfahren ist jedem bekannt. Unter die Papiervorlage wird Durchschreibe- oder Kohlepapier gelegt und die Linien werden auf der Vorlage nachgezeichnet. Dazu kann man einen weichen Bleistift benutzen, genauer wird es mit einer Pausnadel oder einem Pausrädchen. Letztere haben einen handlichen Griff mit einem präzise laufenden Rädchen, das auf einer Kugel gelagert ist und sich zum Rädern von Geraden auch feststellen läßt. Pausrädchen mit feiner Zahnung benutzt man für kurvenreiche Linien. Eine gröbere Zahnung ist für weniger stark gekrümmte Linien vorteilhafter. Die Pausnadel verwendet man zum Durchzeichnen von sehr feinen Konturen, z. B. den Kopfformen kleiner Figuren.

Vorteile: Je nach verwendetem Werkzeug genaue Übertragung.
Nachteile: Fehler sind möglich. Bei häufigem Übertragen der Vorlage wird diese beschädigt.

4. Kopieren und Aufkleben

Mittels den heute weitverbreiteten Kopiergeräten ist ein neues Verfahren möglich: Man fertigt sich von der Vorlage eine Kopie an, schneidet die auszusägenden Teile aus, klebt diese mit Papierkleber (z. B. Pritt) auf das Sperrholz und sägt aus. Da das Papier dabei zersägt wird, ist die Kopie notwendig. Die auf den ausgesägten Teilen verbliebenen Papierreste werden leicht angefeuchtet und können abgezogen werden. Notfalls muss etwas mit Sandpapier nachgeholfen werden.
Besonders wenn Scherenschnitte als Laubsägevorlage dienen sollen, ist dies die einzige geeignete Übertragungsmöglichkeit.
Große Papierflächen lassen sich auch gut mit einem Dampfbügeleisen (kleinste Stufe) lösen. Der Dampf weicht Papier und Kleber etwas auf und so lässt es sich leicht abziehen.
Am einfachsten arbeitet es sich allerdings bei größeren Vorlagen mit einem speziellen Sprühkleber. Sie enthalten überhaupt kein Wasser, die Vorlagen quellen also nicht. Nach dem Aussägen kann die Vorlage leicht abgezogen werden.

Vorteile: Die Vorlage muss nicht nachgezeichnet werden, somit gibt es keine Übertragungsfehler. Es geht schnell. Die Vorlage kann beim Kopieren auch verkleinert oder vergrößert werden.
Nachteile: Es muss eine Kopie angefertigt werden. Der Kleber darf kein Wasser enthalten. Das Papier würde sich sonst verziehen, alles würde ungenau werden.

5. Übertragen mit Rasterfolien

Hat man Vorlagen aus Zeitschriften, als Foto o. ä., oder will man auch vergrößern bzw. verkleinern, dann kann man sich auf das Original ein Raster aufzeichnen, also senkrechte und waagrechte Linien, z. B. im Abstand von 1 cm.
Einfacher wird es mit einer Rasterfolie. Man braucht die Folie nur auflegen und den Inhalt eines jeden Quadrates des Originals in das entsprechende, auf der Holzfläche gelegte kleinere bzw. größere Quadrat zu übertragen.

Vorteile: Sehr flexibel.
Nachteile: Arbeitsintensiv.